Bildungsbausteine

A. Empowerment

Inhaltliche Beschreibung

Der Bildungsbaustein wird in zwei Formaten angeboten.
 
a. Workshop/Seminar

Im Empowerment-Workshop wird mit Hilfe interaktiver Methoden erfahrener Rassismus der Teilnehmenden in einem „geschützten“ Raum zur Sprache gebracht. Gleichzeitig werden erlebte Formen von Diskriminierung thematisiert. Gemeinsam tauschen wir uns aus und reflektieren unsere individuellen Strategien gegen Rassismus und Ausgrenzung. Dabei entwickeln wir neue Formen der Gegenwehr.
 

b. Training

Das Empowerment-Training bestärkt die Teilnehmenden mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen darin, in allen Lebensbereichen selbstbewusster mitzumischen. Über das Erkennen der eigenen Stärken hinaus fördert das Training die Durchsetzungskraft und die Kommunikationskompetenz. Dabei werden konkrete Handlungsmöglichkeiten von Individuen und Gruppen herausgearbeitet. Darüber hinaus werden Sensibilisierungsmodule für die Teilnehmenden entwickelt.

Methoden, beispielsweise:

  • Impulsvorträge
  • Arbeitsgruppenreflexion
  • Selbstreflexion: Wo stehe ich?
  • Entwicklung der Visionen: Wo möchte ich hin?
  • Veränderung: Was muss ich verändern, um dahin zu kommen?
  • Was ist mein nächster Schritt?
  • Methoden der Biographiearbeit
  • Rollenspiel
  • Forumtheater
Zielgruppen:
  • Schüler_innen
  • Multiplikator_innen
  • Eltern
  • Student_innen
Zeitrahmen:
a. Workshop/Seminar: 4 - 6 Stunden
b. Training: 2 - 3 Tage

 

B. Rassistisches Mobbing

Inhaltliche Beschreibung

Beim rassistischen Mobbing werden Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder andere Äußerlichkeiten zum Anlass genommen Menschen zu schikanieren. Hier wird im Unterschied zum allgemeinen Mobbing nicht nur die betroffene Person allein angegriffen, sondern stellvertretend eine ganze Gruppe. Rassistisches Mobbing ist persönlichkeitsverletzend und kann die Leistungsfähigkeit der betroffenen Personen negativ beeinflussen und deren psychische und physische Gesundheit beeinträchtigen.
 
Der Workshop wird in drei Schritten durchgeführt.
Schritt 1: Bewusstseinsbildung und Erarbeitung einer Definition von Mobbing und rassistischem Mobbing; Formulierung von Zielen der Intervention; Kennenlernen von Interventionstechniken.
Schritt 2: Fallbesprechung und Entwicklung individueller und gruppenbezogener Handlungsstrategien.
Schritt 3: Zielvereinbarung.
 
Methoden, beispielsweise:
  • Impulsvorträge
  • Brainstorming
  • Fallbesprechung
  • Forumtheater
Zielgruppen:
  • Schulklassen
  • Lehrer_innen
  • andere Multiplikator_innen
  • Eltern
  • eben Menschen, die in ihrem Alltag andere Akzente setzen möchten
Zeitrahmen:
 
Variabel, je nach Situation und Gruppenstärke

C. Antirassismus- und Antidiskriminierung

Inhaltliche Beschreibung
Der Bildungsbaustein wird in zwei Formaten angeboten:

a. Workshop/Seminar
Die Teilnehmenden erhalten einen instruktiven Überblick Über die theoretische Auseinandersetzung mit (rassistischer) Diskriminierung. Dabei gibt es Gelegenheit, Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung aus eigener Arbeits- und Lebenspraxis zu thematisieren und sich über Strategien achtsamen Handelns auszutauschen.
b. Training
Die Teilnehmenden erhalten einen instruktiven Überblick über Formen, Dimensionen und Bereiche rassistischer Diskriminierung. Unter Berücksichtigung der Bestimmungen des AGG thematisieren wir Beispiele diskriminierungssensibler Praxis. Dabei entwerfen wir für die jeweilige Lebens- und Arbeitssituation der Teilnehmenden erste Schritte von Möglichkeiten antirassistischen und antidiskriminierenden Handelns.

Methoden, beispielsweise:
  • Arbeitsgruppenreflexion
  • Mapping/Clustering
  • Fishbowl/Rollenspiele (Training)
  • Impulsvorträge
Zielgruppen:
  • Lehrer_innen
  • Erzieher_innen und andere Berufsgruppen
  • Schüler_innen
  • Eltern
  • Studierende
  • (religiöse) Vereine u.a.
Zeitrahmen:
a. Workshop/Seminar: 4 - 6 Stunden
b. Training: 2 - 3 Tage

D. Vorurteilsbewusste Kommunikation / Von Vorurteilen zu Rassismus

Inhaltliche Beschreibung
Die Teilnehmenden setzen sich mit Dimensionen von Vorurteilen und ihrer Wirkungsweise in Kommunikation auseinander. Gemeinsam fragen wir uns, wie Vorurteile und Stereotype mit Rassismus verknüpft sind und wie sie unser Handeln und unsere (non-)verbale Kommunikation beeinflussen? Anhand von Praxisbeispielen identifizieren wir Bereiche, in denen vorurteilssensible Kommunikation in unseren Praxisfeldern angezeigt ist, und entwickeln erste Möglichkeiten entsprechend zu handeln.
 
Methoden, beispielsweise:
  • Arbeitsgruppenreflexion
  • Mapping/Clustering
  • Fishbowl/Rollenspiele (Training)
  • Impulsvorträge
  • ggf. Theater
Zielgruppen:
  • Lehrer_innen
  • Erzieher_innen und andere Berufsgruppen
  • Schüler_innen
  • Eltern
  • Studierende
  • (religiöse) Vereine u.a.
Zeitrahmen:
1 - 2 Tage

E. Weißsein Workshop -
Auseinandersetzung mit eigenem und institutionellem Weißsein

Inhaltliche Beschreibung
In dem Workshop möchten wir die Notwendigkeit der Irritation in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Weißsein und daraus erwachsende Chancen thematisieren. Weißsein ist keine Theorie. Weißsein ist eine Praxis, Weißsein ist die machtvolle Position in einem von Rassismus und Diskriminierung geprägtem System. Obwohl Weißsein omnipräsent und als Norm gesetzt ist und zu jeder Zeit wirkt, verschwindet eigenes Weißsein aus dem Blickfeld weißer Menschen. Gemeinsam reflektieren wir eigene Erfahrungen und widmen uns verschiedenen Fragen:

Wie wirkt Weißsein auf meine Biographie?
Welche Rolle spielt (mein) Weißsein in meinem (Arbeits-) Alltag?
Und: In welche breiteren Strukturen und historischen Kontext ist Weißsein und weiße Vorherrschaft eingebettet?

Methoden, beispielsweise:
  • Übungen zur Selbstreflexionund Selbstpositionierung
  • Arbeitsgruppenreflexion
  • Methoden der Biographiearbeit
  • Impulsvorträge
  • ggf. Bewegungsübungen
Zielgruppen:
 
Die Workshopeinheit richtet sich an eine breite Zielgruppe wie z.B. Multiplikator_innen, Student_innen, Aktivist_innen, Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen und andere Berufsgruppen.
 
Zeitrahmen:
1 - 2 Tage (4 bis 12 Stunden)

 

Wir entwickeln außerdem bedarfsgerechte Angebote gemeinsam mit den anfragenden Gruppen und Projekten.

Nicht definiert