Höchststand rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt

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Erscheinungsdatum: 
Donnerstag, März 16, 2017
MedienName: 
Tagesspiegel
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In Berlin hat es laut Beratungsstellen 380 rechte Angriffe gegeben. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurde sogar ein Höchststand rechter Angriffe festgestellt.

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Die Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt in den fünf neuen Ländern und Berlin sind konsterniert. Neonazis und Rechte haben 2016 fast überall noch häufiger zugeschlagen als 2015. Damals waren die Zahlen der Attacken während des starken Zustroms von Flüchtlingen bereits enorm gestiegen.

Im vergangenen Jahr registrierten die Beratungsstellen insgesamt 1612 rechte Angriffe, 122 mehr als 2015. Verletzt oder zumindest massiv bedroht wurden 2499 Menschen, darunter viele Flüchtlinge. 1099 Attacken waren rassistisch motiviert. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurde sogar ein Höchststand rechter Angriffe seit Gründung der dortigen Beratungsstellen festgestellt.

"Wie noch nie in der 16-jährigen Geschichte des Vereins"

„Das ist die bitterste Bilanz seit Bestehen des Projekts“, sagte am Donnerstag Antje Arndt von der „Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt“, die 2001 in Sachsen-Anhalt aktiv wurde. In dem Land gab es im vergangenen Jahr 265 Attacken mit 401 Opfern, darunter 45 Flüchtlingskinder. Rassistische Angriffe auf Kinder, unter anderem in Schulen und auf Spielplätzen, würden oft verharmlost, klagt Arndt. ...

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