Polit-Aktivisten planen Mahnmal für erschossenen Burak B.

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Erscheinungsdatum: 
Donnerstag, Dezember 15, 2016
MedienName: 
Berliner Zeitung
Beschreibung / Anreisser: 

Es ist einer der mysteriösesten Kriminalfälle Berlins der vergangenen Jahre: Am 5. April 2012 wurde der 22-jährige Burak B. in Neukölln auf offener Straße erschossen. Er saß abends mit Begleitern an einer Bushaltestelle gegenüber des Krankenhauses Neukölln, als die Schüsse fielen. Der Täter ist bis heute nicht gefunden. Nun, viereinhalb Jahre später, konkretisieren sich die Pläne, ganz in der Nähe einen Gedenkort für Burak B. einzurichten. Noch bis Ende des Jahres will eine Mahnmalsinitiative dafür 15.000 Euro Spendengeld sammeln. Zum fünften Todestag soll das Fundament stehen, zum sechsten Todestag im Jahr 2018 dann das Gesamtkunstwerk eingeweiht werden.

„Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle“ soll das Kunstwerk heißen. Schon der sperrige Name lässt erahnen, dass das Mahnmal eine komplexe und politische Angelegenheit sein soll. Ein Algorithmus ist in der Mathematik eine „eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems“. Der Zusatz „und ähnliche Fälle“ weist daraufhin, dass damit mehr als einer Person gedacht werden soll, nämlich „ähnlichen“ Opfern. Das heißt in diesem Fall: Opfern rassistischer Gewalt.

Denn darum handelt es sich bei Burak B. – zumindest aus Sicht vieler politischer Aktivisten, die sich des Falls angenommen haben. Nun ist der rassistische Hintergrund zwar nicht bewiesen, das Gegenteil aber eben auch nicht. ... weiterlesen unter http://www.berliner-zeitung.de/25294918