Auf der Seite der Opfer

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Erscheinungsdatum: 
Montag, November 19, 2018
MedienName: 
Neues Deutschland
Beschreibung / Anreisser: 

Berliner Kampagne wirbt für Perspektivwechsel im Umgang mit Betroffenen rechter Gewalt

»Die einen können hier einfach daheim sein. Die anderen werden heimgesucht«, steht auf einem Plakat, auf dem die Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln abgebildet ist, wo es in den vergangenen Jahren immer wieder zu rechtsterroristischen Angriffen kam. Es ist eines von sechs Motiven, die in den nächsten zwei Wochen im Rahmen der stadtweiten Kampagne »Berlin steht an der Seite von Betroffenen rechter Gewalt« überall in Berlin zu sehen sein werden.

»Auch in der liberalen weltoffenen Stadt Berlin haben wir eine zu hohe Zahl an rechten, rassistischen, homophoben, antisemitischen und anderen menschenverachtenden Angriffen zu verzeichnen«, sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Montag bei der Vorstellung der Kampagne. 267 rechte, rassistische und antisemitische Angriffe hat die Opferberatungsstelle »ReachOut« für das Jahr 2017 registriert, 324 homo- und transphobe Gewalttaten meldet das Anti-Gewalt-Projekt »Maneo« und 947 antisemitische Vorfälle, darunter 18 Angriffe, die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS). ...

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