Positive Entwicklungen in der Berliner Bildung im Keime erstickt!

[Presseerklärung des Migrationsrat Berlin]

Die Antidiskriminierungsbeauftragte der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Saraya Gomis, beabsichtigt ihr Amt ab spätestens 2020 niederzulegen. Wir, Berliner Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekte sind erschüttert und besorgt über die Zukunft der Berliner Bildung. Wichtige Errungenschaften gegen Diskriminierung drohen, im Keim zu ersticken.

Antidiskriminierung an Berliner Schulen? Ausgebremst und blockiert

Deutschland wurde von internationalen Organisationen mehrfach für die diskriminierenden Effekte seines Bildungssystems gerügt. Dementsprechend fordern antidiskriminierungspolitische Akteur*innen und Bildungsprojekte seit Jahren verbesserte Beschwerdemechanismen, um demokratische Gleichberechtigung in der Schule zu etablieren (z.B. unabhängige Beschwerdestelle, Informations- & Akteneinsichtsrecht). Dennoch gibt es bundesweit bislang keine unabhängige Beschwerdestelle für Diskriminierung im Bildungsbereich. So stellt die Antidiskriminierungsbeauftragte bislang die einzige Möglichkeit für Zivilgesellschaft, gegen Diskriminierung vorzugehen und institutionelle Unterstützung einzuholen.

Trotz der prekären Besetzung ist sie insbesondere für Beratungsstellen zu einer unverzichtbaren Partnerin geworden. “Eine solch vertrauensvolle Zusammenarbeit ist keine Selbstverständlichkeit. Die Erfahrung zeigt, dass ein gemeinsames Vorgehen zwischen Beratungsstellen und Institutionen in der Regel schwerfällig ist, wenn es um Interventionen gegen Diskriminierung geht,” so Celiné Barry, Leiterin der EACH ONE Antidiskriminierungsberatungsstelle. “Es wird ausschlaggebend sein, welche Person den Posten neu besetzt.” ...

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Deutsch
Datum: 
Donnerstag, Juni 13, 2019
Titel: 
Presseerklärung des MRBB