"Wo jemand beleidigt wird, kann die Situation leicht eskalieren"

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Erscheinungsdatum: 
Sonntag, Februar 16, 2020
MedienName: 
rbb|24
Beschreibung / Anreisser: 

Interview: Sabine Priess, rbb|24 | Sabine Seyb von ReachOut

    Beleidigungen, Bedrohungen, Übergriffe - gibt es in Berlin jeden Tag. Wann kann oder sollte man als Opfer oder Zeuge eigentlich die Polizei rufen? Immer dann, wenn sich jemand bedroht fühlt, sagt eine Mitarbeiterin der Opferberatungsstelle Reach Out.

    Rassistische Attacken und Angriffe auf Geflüchtete, Juden, Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen oder sogar auf Kinder, zudem zuletzt wieder Fußballfans, die einen schwarzen Spieler rassistisch beleidigen - in den Nachrichten ist regelmäßig von derlei Übergriffen zu lesen.

    Und das sind nur die, die es bis dorthin geschafft haben. Viele Taten werden nicht angezeigt und daher weder statistisch erfasst noch strafrechtlich verfolgt. Dabei kann bei jeder Bedrohung oder Beleidigung die Polizei hinzugerufen werden. Es gebe keine Schwelle, die zu niedrig sei, sagt Sabine Seyb von der Opferberatungsstelle Reach Out aus Berlin. Es reiche, wenn sich jemand bedroht fühlt oder sorgt, eine Situation könne eskalieren. ...